Jan in Bolivien

Bolivien

 

Bolivien ist das fünftgrößte Land in Südamerika mit ca. 1 Million km² und grenzt an Peru, Brasilien, Paraguay, Argentinien und Chile. Landschaftlich dominieren die hochgelegenen Regionen der Anden im Westen und der tropische Regenwald im Tiefland des Ostens.

 

Bolivien hat 9,1 Millionen Einwohner und mit 8,1 Bewohner pro km² die geringste Bevölkerungsdichte in Südamerika. Etwa 70% der Bürger gehören zu den indigenen Völkern. Neben der Amtsprache Spanisch werden daher auch vielfach noch indianische Sprachen wie Quechua gesprochen. Die Staatsreligion ist der Katholizismus, der von den spanischen Eroberern ins Land gebracht wurde. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in den Städten. Verfassungsmäßige Hauptstadt ist Sucre, aber der Regierungssitz liegt in La Paz.

 

Bolivien ist das ärmste Land in Lateinamerika. Etwa zwei Drittel der Einwohner leben in Armut. Die Industrie ist nur schwach entwickelt und die Wirtschaft stützt sich überwiegend auf die Landwirtschaft und Bergbau. Bolivien verfügt über große Rohstoff- und Erdgasvorkommen, aber der Reichtum ist sehr ungerecht verteilt. Etwa 10% der Bevölkerung verfügen über 40% des Gesamteinkommens.

 

Das politische System ist demokratisch. An der Spitze der Zentralregierung steht für fünf Jahre der Präsident. Das Parlament besteht aus der Abgeordnetenkammer und dem Senat. Es herrscht eine Wahlpflicht für Staatsbürger ab 21 ( für verheiratete ab 18 ), die durch angedrohte Kürzungen von Sozialleistungen durchgesetzt wird.

 

Das Klima und die Landschaft in Bolivien ist sehr vielfältig. Hierfür sorgen die extremen Höhenunterschiede innerhalb des Landes. Der Sajama ist der höchste Berg Boliviens und liegt auf einer Höhe von 6.542 Metern.

Der Titicacasee im Westen Boliviens ist der größte See Südamerikas und der höchste wirtschaftlich nutzbare See der Welt.

Das Klima in Bolivien reicht vom Tropenklima in den tiefen Ebenen bis zum Polarklima auf den Hochebenen des Landes.